Charitylauf 2017

Diese Strecken machen einfach Spaß

Charity-Lauf zugunsten der Wohnungslosenhilfe

„Man, Papa, uns ist aber richtig kalt, wollen wir denn trotzdem mitlaufen?“, überlegten noch etwas skeptisch die zehnjährigen Freundinnen Marla und Luna vor dem Spendenlauf. Doch ihr Vater zerstreute schnell alle Bedenken. Und so starteten sie trotz der ungewöhnlich niedrigen Temperaturen gemeinsam mit weiteren 340 Walkern und Läufern beim diesjährigen Charity-Lauf im Rahmen des Hochschul-Terrassenfestes am Westerberg. Das waren sogar noch 110 Anmeldungen mehr als im Vorjahr.

Nach den aufmunternden Begrüßungsworten vom SKM-Vorsitzenden Franz-Josef Schwack, der vor allem auch den beteiligten Sponsoren herzlich dankte, gab Organisatorin Heidrun Martinez noch einige Informationen zur Strecke. Bevor es losging, bekam Friedhelm (Pesi) Peselmann (65) von der Leichtathletikabteilung des Osnabrücker Turnerbunds noch ein Geburtstagsständchen.

Wie in den vergangenen Jahren wählten die meisten TeilnehmerInnen auch diesmal wieder die beiden kürzeren Strecken (4 und 7 km), während sich die etwas besser trainierten HobbyläuferInnen die Langstrecke über 14 km vornahmen. „Ach, solche Strecken bin ich ja gewohnt, die laufe ich doch zweimal pro Woche“, ging August Lehmkuhl (77) ganz entspannt und zuversichtlich ins Rennen; kam dann später kaum erschöpft wirkend und überaus zufrieden mit seiner Leistung ins Ziel.

Und dort hatten die Organisatoren mal wieder alles perfekt organisiert, von der Startnummern-Ausgabe, den kostenlosen Teilnahme-Shirts über die Umkleidemöglichkeiten bis hin zu Erfrischungen und heißem Tee. Alles war ausreichend vorhanden, sodass die Teilnehmer nicht zuletzt auch deshalb die Startgebühr gerne entrichteten. Dabei kamen insgesamt stolze 3.620 € zusammen, die dem Förderkreis Wohnungslosenhilfe für seine vielfältigen Aufgaben zu gute kommen – immerhin der zweithöchste Spendenbetrag aller bisherigen Charity-Läufe.

Da es bewusst keine offizielle Zeitmessung gab, absolvierten die Teilnehmer ihre Distanzen mal schneller, mal gemütlicher – schließlich zählte für jeden nur die Zielankunft, wenn auch viele der Aktiven nicht vergaßen, ihre Laufzeit zu stoppen. Alle hatten dabei so ihre eigene Strategie und liefen, walkten sowohl allein als auch in mehr oder weniger großen Gruppen, so wie der laufgewohnte Irish-Terrier Merlin (3) am Band seines Herrchens oder Erststarter Kopruk (21) in einer bunt gemischten Gruppe von Flüchtlingen.

Beim Zieleinlauf jedenfalls war den meisten eine Mischung aus Stolz und fröhlicher Erleichterung anzusehen, ein untrügliches Zeichen dafür, dass die Anstrengung sich gelohnt und Spaß gemacht hat.

Nicht zuletzt durch die freundliche Unterstützung seitens der Osnabrücker Polizei gab es auch dieses Mal keinerlei Unfälle oder Verletzungen, sodass Heidrun und ihr Orga-Team letztlich wieder rundum zufrieden waren, ebenso wie Marla und Luna. Die beiden steckten sich bereits unmittelbar nach den bewältigten 4 km selbstbewusst neue Ziele: „Nächstes Jahr laufen wir bestimmt eine längere Strecke!“